33 Wege sich unbeliebt zu machen :-)

Das Leben ist fast täglich voller Fettnäpfchen. Daheim, unterwegs, beim einkaufen oder bei der Arbeit. Der eine umgeht sie elegant, andere scheinen dagegen wirklich in jedes einzelne das sich auf ihrem Weg anbietet, hinein zu springen.
Seit einiger Zeit scheinen einige Zeitgenossen sogar einen unhaltbaren Drang zu haben, sich bei anderen extrem unbeliebt machen zu wollen.

Solltest Du so etwas zukünftig vermeiden wollen, kann Dich dieser Beitrag vielleicht dazu inspirieren, zukünftig die gängigsten Fettnäpfe zu umgehen.

unbeliebt

Warum man sich überhaupt unbeliebt macht

Unbeliebt macht man sich vor allem dann, wenn man die Grenzen der anderen auf irgendeine Art verletzt oder übertritt. Dabei sind die Ursachen mannigfaltig und das Spektrum reicht von völlig unbewusst über grob fahrlässig bis hin zu: „Ich habe es doch nur gut gemeint…“.

Da jeder auf seine Weise individuell ist, gibt es tatsächlich unendlich viele Möglichkeiten, sich bei anderen unbeliebt zu machen. Auch die möglichen Auswirkungen ergeben unzählige Varianten und man könnte insgesamt Romane über das Thema schreiben.

Dieser Beitrag kann somit nur einen groben Überblick über die häufigsten Ursachen geben, um diese zukünftig zu umgehen und dafür weniger Knatsch und beleidigte Leberwürste in seinem Umfeld zu verursachen.

Andererseits kann man diesen Beitrag auch unter dem Gesichtspunkt: „Wie werde ich unangenehme Zeitgenossen endlich los.“ lesen.

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33 Wege, um sich bei anderen unbeliebt zu machen

Vielleicht ist es Dir auch schon einmal passiert, dass jemand von heute auf morgen nur noch sehr kurz angebunden auf Dich reagiert oder den Kontakt zu Dir vollkommen abbricht und überhaupt nicht mehr auf Anrufe, Nachrichten oder sonstige Kontaktanfragen von Dir reagiert.
Wenn derjenige weder ausgewandert noch verstorben ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Du die Grenzen dieser Person nach deren Ermessen unangenehm, nachhaltig und vielleicht sogar unverzeihlich übertreten hast.

Damit so etwas nicht nochmal passiert, könnte Dich die folgende Auflistung für den Umgang mit anderen sensibilisieren – und denk immer daran: es ist alles ein Spiegel.

unbeliebt - Spiegel

»Mancher glaubt beliebt zu sein,
aber man hat sich nur
an seine Art gewöhnt.«

Upton Sinclair

Absagen, kurzfristig

Du hast eine Einladung zu einer speziellen Veranstaltung bekommen und fest zugesagt. Aber dann fällt Dir kurz vorher doch noch was besseres ein und Du sagst dem Gastgeber kurzfristig ab.
Je nachdem, in welchem Umfang, mit wie vielen Teilnehmern und welchen Investitionen  diese Veranstaltung geplant war, fällt Deine Absage mehr ins Gewicht oder auch nicht. Dementsprechend klein oder groß wird der verursachte Unmut beim anderen sein.

Daher sollte man nichts zusagen, wenn man nicht wirklich teilnehmen möchte, schon gar nicht, wenn ein anderer Kosten und Mühen im Vorfeld investiert.

Angeberei

Jeder hat andere Stärken, Interessen und Prioritäten in seinem Leben. Die einen sind an Auto, Karriere und ihrem perfekten Auftritt interessiert, andere bevorzugen einen einfacheren Lebensstil und setzen mehr auf Funktion als Außenwirkung. Jedem das Seine.
Wenn ein erfolgreicher Macher immer von seinen Triumphen, neuesten Trophäen, tollen Reisen und bahnbrechenden Begegnungen erzählt und andere offensichtlich immer nur beeindrucken aber nicht zu Wort lassen kommen will, braucht man sich über einen schrumpfenden Freundeskreis nicht zu wundern.

»Erfolg steigt nur zu Kopf,
wenn der erforderliche
Hohlraum vorhanden ist.«

Unbekannt

Arroganz, tatsächliche oder vermutete

Wer sich ernsthaft für etwas besseres hält, vermittelt das seinen Mitmenschen vor allem durch sein Auftreten und Verhalten aber auch durch seine Wortwahl. Man trägt die Nase etwas höher und blickt dabei maskenhaft gelangweilt bis überheblich. Ist man Teilnehmerin bei „Germanys Next Topmodel“, dann ist das wahrscheinlich tatsächlich eine erfolgsversprechende Körpersprache.
Abgerundet wird diese tatsächliche Arroganz oft noch durch den Einsatz von Fremdwörtern und Themen, damit der andere sich auf jeden Fall doof und deplatziert vorkommt.

Leider kann auch ein wirklich schüchternes und deswegen stark zurückhaltendes Verhalten vom Umfeld als arrogant erlebt und gedeutet werden. Ich möchte nicht wissen, wie viele grundsätzlich erfolgversprechende erste Dates aus diesem Grund keine Fortsetzung erfuhren.

Auslachen

Glücklich, wer über sich selbst lachen kann. Noch glücklicher, wer mit anderen über sich selbst lachen kann. Keiner ist perfekt und jeder hat Macken, die andere nicht verstehen können und müssen.

Wenn einem aber selbst das Lachen im Halse stecken bleibt, während andere sich vor anderen lauthals über vermeintliche Schwachstellen und vermeintliche Fehler auslassen und sich ungeniert über sie lustig und sie vor allen lächerlich machen, dann hört doch bei vielen die Freundschaft auf.

unbeliebt

Beratungsresistenz

Ein schöner Ausdruck dafür ist das englische „Askhole“: dieser beschreibt Leute, die sich stundenlang bei anderen Rat einholen und ihre Probleme durchdiskutieren, sich aber nie irgendeinen Rat zu Herzen nehmen und stur weiter ihren bisherigen Pfad weiterverfolgen. Aber dann natürlich beim nächsten Mal wieder dieselben Probleme durchkauen und sich wieder beraten und dann doch wieder nichts ändern.

Verständlich, dass andere dann irgendwann den Rolladen runter lassen und diesem „Askhole“ oder Energievampir den Rücken kehren.

Besserwisserei

Ein alltägliches Vorkommnis: man hört etwas und gibt spontan und vor allem völlig ungefragt seinen Senf dazu ab. Je nachdem von wem, in welchem Rahmen, Umfang und mit welcher Vehemenz dieses geschieht, ergeben sich die Folgen.

Eigentlich sind ungefragte Verbesserungs- und Optimierungsvorschläge eine typisch männliche Wesensart, dennoch sind auch Mütter und andere Menschen davon betroffen.

Betrügen, Selbstbetrug

Jeder kann jeden betrügen. Der Verkäufer auf dem Flohmarkt verkauft seinen kaputten Designer-Toaster überteuert als „einsatzfähig“, der fremdgehende Gatte macht „Überstunden“ oder die Buchhalterin unterschlägt heimlich Geld aus der Kasse.

Wer andere betrügt, betrügt vor allem sich selbst, macht sich bei vielen anderen unbeliebt und führt dementsprechend ein unglückliches Leben, in dem er irgendwann dann alleine dasteht.

Cholerische Ausraster

Temperament wird vererbt – und wenn ein Elternteil ein Choleriker ist, fällt der Apfel erfahrungsgemäß nicht weit vom Stamm. Als Choleriker bezeichnet man Menschen, die leicht erregbar sind und zu jähzornigen und meist lauten Wutausbrüchen neigen. Dabei werden sie oft ausfällig und schmeißen mit verbalen Beleidigungen um sich. Aber Choleriker gelten oft auch als durchsetzungsfähig und sind oft im Beruf sehr erfolgreich.

Wer mit einem solchen Temperament „gesegnet“ ist muss lernen, dieses Temperament im Zaum zu halten. Wem regelmäßig und unkontrolliert der Gaul durchgeht, darf sich nicht wundern, dass ihm immer mehr Menschen aus dem Wege gehen.

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Ehrlichkeit, schonungslose

22% der weiblichen Bevölkerung meinen, dass Lügen überhaupt nicht geht. Grundsätzlich bin ich auch dieser Meinung. Aber schonungslose Ehrlichkeit kann mehr Ärger verursachen als eine kleine Notlüge – sie kommt in manchen Situationen einem Sprung mit Anlauf ins Fettnäpfchen gleich.

Kaum ein Mann würde seiner Frau ehrlich bestätigen, dass ihr Hintern zu dick ist, auch wenn das tatsächlich so ist! Würde er das machen, hinge tagelang der Haussegen schief. Andererseits würde sich die Frau zukünftig nicht mehr mit unpassenden Klamotten im Presswurst-Style in der Öffentlichkeit blamieren.

Kluge Männer schlagen spontan ein anderes Outfit vor, mit dem die Gattin deutlich besser gekleidet ist.

Entgleisende Mimik

Wer ohne Botox lebt, könnte seine Mimik grundsätzlich komplett im Griff haben. Dennoch kann es bei einem entsprechendem überraschenden Außenreiz passieren, dass einem die Mimik unkontrolliert entgleist und die wahren Gedanken entlarvt. Vielleicht, dass man völlig erschrocken den Mund offen stehen lässt, weil die neue Frisur der Partnerin nicht nur unangekündigt sondern auch noch gewöhnungsbedürftig ist.

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Geheimnisse ausplaudern

Ist nicht nur unter Freunden sondern auch im Geschäftsleben ein absolut unverzeihliches No-Go. Und ist auch nicht wieder gut zu machen.

Aber jeder kann aus solchen schwerwiegenden Fehlern lernen und es ab sofort besser machen.

Geiz

Wer geizig ist, ist laut einigen Psychologen einfach nur unglücklich. Bemerkenswert ist allerdings die Tatsache, dass die wenigsten geizigen Menschen tatsächlich zu wenig haben oder wirklich arm sind – sie können ihren Hals einfach nicht voll genug bekommen.

Sobald Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder Deinen Namen mit dem schottischen Zusatz „Mac“ ergänzen oder Dein Verhalten als „schwäbisch“ empfinden, solltest Du Dir vielleicht mal Gedanken darüber machen.

»Geiz und Neid hausen unter einem Dach.«

aus Sizilien

Ignoranz

Ignoranz bedeutet, dass man etwas nicht beachtet, einfach großzügig übersieht. Jeder hat Themen, die ihn einfach nicht interessieren, die komplett ausgeblendet werden. Das ist auch völlig normal, ein Tag hat nur 24 Stunden.

Dennoch gibt es Augenblicke, Situationen und Themen, in denen Ignoranz absolut unangebracht ist und Freundschaften, gute kollegiale Verbindungen oder andere Beziehungen für immer zerstören kann.

Jammern, ständiges

Mal geht es einem blendend, dann kommt ein kleiner Schnupfen dazwischen. Jeder hängt mal durch. Mal. Auch mal länger.
Aber wer nur noch durchhängt und immer am jammern ist und keine anderen Themen außer seinen unerledigten Baustellen, anstrengenden Kämpfen und Krankheiten in seinem Leben hat, und sich durch nichts und niemanden von seiner Sichtweise abbringen lässt, verscheucht auch wirklich geduldige Menschen aus seinem Leben.

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Kritiksucht und nörgeln

Es gibt immer was zu meckern oder zu verbessern – immer und überall. Wenn das Glas für den einen nur halb voll ist, ist der andere froh, dass überhaupt was drin ist.
Wer sich ständig auf das fokussiert, was gerade nicht passt, wird immer Bestätigung im Außen finden und sich gleichzeitig unbeliebt machen.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit, also ist es für das eigene Erleben und seine Umwelt immer besser, sich auf die Dinge auszurichten, die im Augenblick gut sind.

Lästern

Kaum jemand, der noch nicht schon mal in irgend einer Form gelästert hat: über die Mathelehrerin, den Chef oder die Nachbarin, warum auch immer.

Dennoch muss einem auch klar sein, so wie mein Gesprächspartner in meiner Gegenwart über andere spricht, genau so spricht er wahrscheinlich in meiner Abwesenheit mit anderen auch über mich. Und wer will schon seine Zeit mit Leuten verbringen, die kein gutes Haar an anderen lassen? Also ich nicht.

»Man wird nicht dadurch besser,
dass man andere schlecht macht.«

Heinrich Nordhoff

Leere Versprechungen

Normalerweise gibt man ein Versprechen, weil man vorhat, dieses auch wirklich einzulösen. Irgendwann. Es kommt aber auch vor, dass man ein Versprechen nur abgibt, um seine Ruhe zu bekommen: „Ja, machen wir mal, wenn…“.

Wenn es aber um etwas geht, was dem anderen wirklich am Herzen liegt, so kann es durchaus vorkommen, dass derjenige, dem nur leere Versprechungen gemacht wurden, die Nase voll hat und sich enttäuscht und wortlos abwendet.

Lügen

Anscheinend lügen Männer durchschnittlich 1092 mal pro Jahr und Frauen „nur“ 728 mal. Zwei der häufigsten Lügen ist bei beiden Geschlechtern der Satz: „Alles okay, mir geht’s gut.“ und die Aussage:“Das habe ich mir schon immer gewünscht.“
Viele lügen, um sich Ärger zu ersparen, den anderen nicht zu verletzen oder um besser da zu stehen. Das ist gesellschaftlich akzeptiert und kommt wohl öfter vor.

Es gibt aber Lügen, die den Belogenen so treffen, dass er vom Lügner genug hat.

»Habt ihr gelogen in Wort und Schrift,
andern ist es und euch ein Gift.«

Johann Wolfgang von Goethe

Missionieren, andauerndes

Manche Menschen meinen, sie müssten andere von ihrer Meinung überzeugen. Besonders oft sind dabei in den vergangenen Jahren Veganer und Vegetarier negativ aufgefallen. Auch wenn man es wirklich „gut meint“ – mit missionieren macht man sich zuverlässig unbeliebt.

Dabei ist es gar nicht möglich, andere durch überreden zu überzeugen – es muss schon jeder seine eigenen Erfahrungen machen und durch eigene Erkenntnis auf seinen richtigen Weg kommen.

Nicht ausreden lassen

Ist heutzutage leider eine weit verbreitete Unsitte die manchen Zeitgenossen so aufregt, dass er den interaktiven Austausch inzwischen weitestgehend vermeidet oder ganz in Schweigen versinkt.
Es kann jedem mal passieren, dass man enthusiastisch Antwort geben möchte – aber wenn es eine regelmäßige Gewohnheit ist, wird man auf Dauer immer weniger Gesprächspartner haben.

Nicht hinhören

Wird auch als ein „nicht-zuhören-wollen-weil-es-nicht-wirklich-interessiert“ gedeutet. Das gab es auch schon vor der Smartphone-Ära, aber heutzutage scheint es schon fast normal zu sein, während eines Gesprächs ständig auf seinen Bildschirm in der Hand zu blicken. Übel, wenn man beim Kaffeeklatsch sitzt und der andere andauernd auf wichtige Nachrichten wartet.
Schlimm, wenn Mütter mehr aufs Smartphone oder die Glotze starren, anstatt ihrem Kind die volle Aufmerksamkeit zu schenken.

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Respektlosigkeit

Respektlosigkeit ist ein Mangel an Respekt – dieser drückt vor allem eine fehlende Wertschätzung anderen gegenüber aus. Wer andere respektlos behandelt, hat meist einen übersteigerten Selbstwert, der oft aus der eigenen Dummheit und falschen Wertvorstellungen resultiert.
Respektlosigkeit kann eine Haltung, ein andauerndes ignorieren, anpöbeln, lächerlich machen oder verbale Attacken bedeuten.

Wer andere aber nicht wertschätzt, wird diese verlieren.

Falsche Selbsteinschätzung

Wenn man selber ganz laut im Auto oder unter der Dusche mitsingt, hört sich das immer super an – viele denken daher, sie können richtig gut singen. Der eine oder die andere traut sich dann natürlich auch in der Öffentlichkeit zu singen – und was sich im eigenen Innenohr echt richtig gut anhört, kann für andere eine echte Zumutung sein…

Man kann sich in vielen Dingen, nicht nur beim Singen täuschen – und mit mancher Fehleinschätzung kann man sich in seinem Umfeld sogar sehr unbeliebt machen. Sich hin und wieder ein Feedback zur Fremdwahrnehmung einholen kann zwar schmerzhaft aber heilsam sein.

Selbstgerechtigkeit

Ein selbstgerechter Mensch ist laut Duden von seiner eigenen Unfehlbarkeit überzeugt, zu keiner Selbstkritik fähig, und lässt überhaupt keine Kritik von außen an sich ran. Weil er ja immer alles korrekt und richtig macht.
Daher ist ein selbstgerechter Mensch auch immer damit beschäftigt, anderen ihre Fehler und Entgleisungen anzukreiden und ihnen unter die Nase zu reiben.
Anscheinend soll der deutschsprachige Raum überdurchschnittlich mit solchen Menschen gesegnet sein.

»Es gibt Menschen, die vor lauter Vortrefflichkeit
unausstehlich sind.«

Elbert Hubbard

Mangelnde Selbstreflexion

Wer nur selten oder gar nicht über sich, seine Gefühle und sein Verhalten reflektiert, kommt schnell auf die Spur der Selbstgerechtigkeit und macht sich rasend schnell unbeliebt.

Viel zu oft sind diese Menschen auf das Außen fokussiert und darauf, was die anderen alles falsch machen und wie diese das besser machen müssten – dann müssen sie sich schon nicht mit sich selbst auseinander setzen.

Es ist hier aber jeder in erster Linie für sich selbst verantwortlich.

Überheblichkeit, empfundene

Ob das Verhalten eines Menschen vom Gegenüber als überheblich empfunden wird, hängt starkt mit dem Gegenüber zusammen. Personen mit einem schwachem Selbstbewusstsein werden schnell ein selbstsichere Auftreten eines anderen als überheblich einstufen. Auch wenn das überhaupt nicht der Fall ist. Manchmal reicht es schon, eine bessere Idee in einer Besprechung zu präsentieren, dass man sich unbeliebt macht.

Fehlt jemandem komplett die Selbstreflexion und sind immer nur die anderen an allem schuld, dann hat man es tatsächlich mit Überheblichkeit zu tun.

Übervorteilung – über den Tisch ziehen – ausnutzen

Das Leben besteht auch aus Geben und Nehmen. Das sollte in allen Lebensbereichen weitestgehend ausgeglichen sein: Arbeitgeber zahlen faire Löhne und erhalten im Gegenzug gute Leistungen vom motivierten Arbeitnehmer. Fühlt der Arbeitnehmer sich ausgebeutet, wird seine Arbeitsleistung wahrscheinlich als erstes leiden.
Auch private Beziehungen sollten sich im einigermaßen ausgeglichenen Gleichgewicht befinden. Ist es aber so, dass immer nur der eine vom anderen profitiert, dann wird dieses Ungleichgewicht irgendwann eine Re-Aktion ergeben. Es kann dann durchaus auch vorkommen, dass der Ausgenutzte die Türe für immer zuknallt.

Ungerechtigkeit

Wer kennt das nicht: der Chef, die Mutter, die Lehrerin… bevorzugen immer dieselben Scheinheiligen. Es ist auch nicht immer einfach, absolut gerecht zu sein. Aber man sollte schon bei allen die gleichen Maßstäbe ansetzen und nicht nur den Sonntagskuchen fair aufteilen.

Eine vermeintlich ungerechte Behandlung ist zwar immer ein subjektives Empfinden, das aber auch objektiv abgeschätzt werden kann im Laufe der Zeit. Wer also andere ungerecht behandelt, wird irgendwann von diesen gemieden.

Unpünktlichkeit, notorische

Leute, die ihr Leben oder ihren Tagesablauf nicht im Griff haben, erzählen immer wieder das Märchen von der „akademischen Viertelstunde“. Natürlich kann man auch mal im Stau stehen, einmal ist keinmal. Wer aber aus Prinzip immer zu spät kommt, macht sich ziemlich sicher unbeliebt.

»Man zählt die Fehler von denen auf,
die einen warten lassen.«

Aus Frankreich

Unzuverlässigkeit

Zuverlässigkeit ist eine wichtige Eigenschaft – nicht nur im beruflichen, sondern vor allem auch im privaten Leben. Wer zuverlässig ist, steht zu seinen Verpflichtungen, Vereinbarungen und vor allem zu seinem Wort.

Wer zuverlässig unzuverlässig ist, macht sich auf jeden Fall unbeliebt.

Vereinbarungen nicht einhalten

Was im Geschäftsleben Gang und Gebe ist, sollte am besten auch bei privaten Absprachen und Vereinbarungen erfolgen – eine schriftliche Fixierung!
Schade eigentlich, dass eine mündliche Vereinbarung mit Handschlag nur so viel wert ist, wie der Charakter des Gesprächspartners.

Witze, unter der Gürtellinie

Vielleicht will man einfach nur die angespannte Stimmung aufheitern und macht dabei einen Witz, der beim ein oder anderen überhaupt nicht ankommt. Oder man verschickt an den Schwarm einen anrüchigen Cartoon per Mail oder Whatsapp, den der Angebetete mit einem verständnislosen Kopfschütteln und ausdauerndem schweigen quittiert.

Eine der größten Quellen sich im sozialen Umfeld richtig unbeliebt zu machen ist es wohl, unangemessene Witze zu erzählen.

»Die Gürtellinie beginnt bei den einen
direkt unter der Halskrause,
bei anderen unterm Fußknöchel.«

Bully Herbig

Das letzte Wort haben müssen

Es kann sehr lustig sein, wenn einer immer noch einen guten Kalauer zum Schluss loslässt. Wenn aber einer immer noch einen drauf setzt obwohl schon mehr als genug gesagt wurde, macht sich nachhaltig unbeliebt.

Shit happens und jeder macht mal einen Fehler

Es kann jedem mal passieren, dass man unbeabsichtigt jemandem unangenehm auf die Füße tritt oder zur falschen Zeit am falschen Ort etwas unangebrachtes macht oder sagt. Wenn so etwas passiert, kommt eine unaufgeforderte und ernst gemeinte Entschuldigung immer gut an. Und ist oft das mindeste, was man tun sollte, wenn man sich unbeliebt gemacht hat.

Ob diese Entschuldigung dann angenommen wird oder nicht, entscheidet alleine die betroffene Person. Erzwingen kann man nichts.

Vorbeugen ist besser als sich entschuldigen zu müssen

Verantwortung für sich selbst und sein Handeln zu übernehmen bedeutet vor allem auch, erst nachzudenken, und dann zu reden. Wer immer gleich mit allem rausplatzt was ihm auf der Zunge liegt, riskiert ziemlich viel: Ansehen, Freundschaften und andere wichtige Dinge, die für ein gutes Leben einfach dazu gehören.

Die Neigung in jeden Fettnapf zu springen,
kann mit zunehmenden Alter abnehmen,
macht es aber nicht zwangsläufig.

😉