Ziele erreichen – Schritt für Schritt

Deine Träume bleiben für immer Schäume, wenn DU nichts für ihre Verwirklichung unternimmst. Auch wenn manche behaupten, man müsse nur positiv denken und sich gefühlsmäßig in den gewünschten Zustand versetzen und diesen kontinuierlich aufrecht erhalten: Das alleine führt in den allerwenigsten Fällen zum durchschlagenden Erfolg.
Ich zumindest kenne niemanden, der mit dasitzen und freundlich lächeln auch nur irgendetwas erreicht hat. Wie sagt man noch so schön?

„Vor den Erfolg hat der Herrgott den Schweiß gesetzt.“

Warum es so wichtig ist, Ziele zu haben und diese auch umzusetzen

Mangelnder Erfolg und fehlende Zielerreichung führen psychologisch zu FrustrationVerlust des Selbstwertgefühls und einem nachhaltigen Motivationsverlust.

Körperlich wird die Hormonproduktion auf „Loser“ umgestellt und das führt unausweichlich zu depressiven Verstimmungen und einem geschwächten Immunsystem.

Psychologisch mutiert man zum Opfer, das ohnmächtig jammernd mit ausgestrecktem Finger auf die „Schuldigen“ im Außen zeigt, anstatt aktiver Schöpfer zu sein.

 

Dagegen sind Erfolgserlebnisse wahre Kraftquellen und nachhaltige Energielieferanten. Der Körper schüttet unter anderem das Glückshormon Dopamin aus, welches nachhaltig zum körperlichen und geistigen Wohlgefühl beiträgt, was schlussendlich zusätzlich zu einer besseren Gesundheit führt.

Nebenbei wird dadurch das Selbstbewusstsein gestärkt, die Motivation gesteigert und damit grundsätzlich ein fruchtbarer Boden für weitere Erfolgserlebnisse bereitet.

Ziele erreichen – warum man scheitert

Viele Wege führen nach Rom – so ist es auch bei der individuellen Zielerreichung. Jeder muss seinen Weg auf seine Weise gehen.
Dennoch gibt es bestimmte Hürden, die regelmäßig am Wegrand lauern und immer mit im Spiel sind.

Immer wiederkehrende Zweifel

  • eine getroffene Entscheidung wird immer wieder in Frage gestellt: gedanklich oder von kritischen unbeteiligten Außenstehenden.

Eine unrealistische Zielsetzung

  • utopische Ziele – wer sich Ziele setzt, die entweder in der vorgegebenen Zeit oder schlichtweg tatsächlich nicht zu erreichen sind, läuft Gefahr, in der Frustfalle zu enden.

Keinen Plan haben

  • Planlos agieren. Wer keinen Plan hat, kommt nur schleppend von der Stelle und verzettelt sich im Alltagstrott. Einen Plan zu haben, in dem alle erforderlichen Schritte zur Umsetzung stehen, bringt Klarheit und freudvolle Energie.

Worte statt Taten

  • Nur darüber sprechen und nicht ins Handeln kommen. Wer immer nur über seine Ziele redet, noch dazu mit Hinz, Kunz und Tante Henriette, der verplempert wertvolle Lebensenergie, anstatt sie in Tat- und Umsetzungskraft zu stecken.

Die falschen Ziele

  • oder die Ziele anderer zu verfolgen. Wer sich die Wünsche anderer aufzwingen lässt um Anerkennung, Liebe oder ein Date zu bekommen, hat es doppelt schwer, dieses Ziel zu erreichen.

Der doofe Schweinehund

  • die persönliche Komfortzone verhindert oft eine Zielerreichung: „morgen ist doch auch noch ein Tag“… die leidige Aufschieberitis, die Intellektuelle lieber „Prokrastinieren“ nennen.

Fehlender Fokus

  • die alltäglichen Ablenkungen können zu massiven erfolgsverhindernden Barrieren werden. Von familiären, nachbarschaftlichen bis hin zu kollegialen „Störenfrieden“, ist vor allen Dingen das Smartphone und die diversen sozialen Netzwerke alltäglich ein Quell der endlosen Zeitverplemperei.

Dringlichkeit wird mit Wichtigkeit verwechselt.

  • Wer dazu neigt, sich aus Gefälligkeit vor anderer Leute Karren spannen zu lassen, ist schneller bei irgendwelchen anderen „dringenden“ als bei seiner eigenen „wichtigen“ Sache.

Warten auf den „richtigen Zeitpunkt“

  • Der eine sagt: „ich bin noch nicht so weit“. die andere sagt: „ich warte erst mal noch ab, bis der Mond die Sonne berührt“.
    Doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommt dieser ominöse „richtige Zeitpunkt“ niemals von selber zustande! Niemand, der aus gesundheitlichen Gründen abnehmen sollte, bekommt urplötzlich „voll Bock“ auf Bewegung und gesunde Ernährung.

...und ab morgen wird dann gefastet 😉

Das größte Hindernis seine Ziele zu erreichen

Sind meiner Meinung nach die nagenden Selbstzweifel. Diese lösen bei andauernder Beschäftigung damit automatisch eine ganzheitliche Kettenreaktion aus, die schlussendlich die Gefahr einer geistigen und körperlichen Starre birgt.

Das führt dazu, dass man sich irgendwann überhaupt nichts mehr zutraut und vielleicht sogar resigniert.

Diese Negativspirale gilt es zu durchbrechen, wenn man seine Ziele doch erreichen will.

Ziele erreichen - 02

Ziele erreichen ist planbar und machbar

Was ist überhaupt ein Ziel?

Ein Ziel muss quantitativ und qualitativ festgelegt sein damit es messbar, überprüfbar und erreichbar ist.

Zusätzlich sollte das Ziel Freude verursachen und verbreiten. Schon der Gedanke und die Aussicht auf die Erreichung dieses Zieles sollte mein Herz zum singen bringen. Um so leichter ist es zu erreichen!

„2018 möchte ich eine Bikinifigur haben“ ist noch kein messbares Ziel.

„Bis Juni 2018 möchte ich 5 Kilo abnehmen“  wäre ein messbares und überprüfbares Ziel.

Was, warum und wie

Zuallererst kommt die Frage nach dem „was“. Was will ich erreichen?

Ein wichtiger Faktor bei der Zielformulierung ist dann das „warum“. Warum will ich dieses Ziel erreichen? Was habe ich und der Rest der Welt davon? Wie sieht mein Leben aus, wenn ich das Ziel erreicht habe? Bringt dieses Ziel mich in die Freude und ein glücklicheres Leben?

Zuletzt kommt die Frage nach dem „wie“. Wie will ich mein Ziel erreichen?

Wenn das „was, warum und wie“ beantwortet ist, und ich weiß, dass es sozusagen ein MUSS für mich ist, dieses Ziel zu erreichen, kann mich keiner mehr aufhalten.  Außer… siehe oben.

Ziele erreichen – beginnt mit einer Standortbestimmung

Um sich ein realistisches, machbares und sinnvolles Ziel zu setzen, muss man mit einer absolut ehrlichen Bestandsanalyse seinen aktuellen IST-Zustand ermitteln.

Mögliche Fragen können dabei sein:

  • Wie zufrieden bin ich generell mit meinem Leben und speziell im Bereich
    – Gesundheit / Fitness
    – der familiären Situation / soziale Kontakte / Freundeskreis
    – Beruf / Finanzen
    – Spiritualität / Selbstverwirklichung
    – Freizeit
    – …
  • Welche Ziele habe ich in der Vergangenheit bereits erfolgreich erreicht?
  • Gibt es noch offene Baustellen oder Projekte aus der Vergangenheit, die auf jeden Fall noch abgeschlossen werden müssen?

Nach einer umfassenden Standortbestimmung ergeben sich oft mehrere Bereiche, in denen Veränderungen anstehen. Da man aber nicht alles auf einmal erledigen kann, sollte man im Anschluss eine Prioritätenliste anlegen: was nehme ich zuerst in Angriff, was hat noch Zeit, was lege ich für immer zu den Akten…

Mit einem Plan läuft es besser, effektiver und erfolgreicher!

Es gibt Ziele, die kann man sofort, umgehend und ganz ohne Plan umsetzen. Wie zum Beispiel die Entscheidung, sich vegetarisch zu ernähren, das Rauchen aufzugeben oder ab sofort den Zucker im Kaffee weg zu lassen.

Wenn es aber um ein Ziel geht, das nur mit Mehraufwand im Alltag zu bewältigen ist, kann ein Plan ein gutes Instrument sein, um sich zu motivieren und dran zu bleiben.

Wie man einen Aktions-Plan erstellt

  1. Schreibe exakt Dein Ziel, das Du erreichen willst, auf ein Blatt Papier.
  2. Setze Dir einen Endtermin, an dem Du das Ziel erreicht haben willst. Teile das Ziel gegebenenfalls in Etappen / Zwischenziele ein.
  3. Fertige eine Liste von allen denkbaren und möglichen Schritten, die zur Erreichung des Zieles unternommen werden müssen, an. Notiere vor allem wo die Prioritäten liegen, welche Hindernisse noch beseitigt werden müssen und in welcher Reihenfolge die Schritte anstehen. Zum Schluss sollte jeder einzelne Schritt auf dieser Liste stehen, der zu erledigen ist.
  4. Terminiere die einzelnen Tätigkeiten in einem Gesamtplan oder Kalender, ausgehend vom geplanten Endtermin. Darauf aufbauend kann man eine detaillierte Monats-, Wochen– und Tagesplanung erstellen. Der aktuelle Wochenplan wird jeden Abend mit einer Tagesplanung für den nächsten Tag ergänzt.

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut – und viele Dinge brauchen einfach ihre Zeit, um sich zu entwickeln, wachsen und zu gedeihen.

Fang an und bleib dran

Natürlich ist es anstrengend und manchmal auch unbequem, diszipliniert auf seine Ziele zuzugehen. Aber in einem unzufriedenen IST-Zustand in irgend einem Lebensbereich zu verharren, kann auf lange Sicht andere, vielleicht weitaus unangenehmere Probleme verursachen.

Ziele erreichen – ein kleiner Tipp zum Schluss

Handschriftliche Notizen sind in einem Zielerreichungs-Prozess ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor. Durch das Aufschreiben aller Gedanken, Ideen, Fortschritte und Pläne – aber auch der zu lösenden Probleme, macht man sich diese bewusst und präsent.

Wer sich dann zwischendurch immer wieder kleine Erfolgserlebnisse und Belohnungen gönnt, wie z.B. das Abhaken einer erledigten Aufgabe oder das Erreichen eines Zwischenschrittes, fühlt sich deutlich besser, motivierter und kommt besser zu seinem Ziel voran.

„Wenn ihr es nicht erfühlen könnt,
ihr werdet es nicht erjagen.“

Johann Wolfgang von Goethe

Schreibe einen Kommentar