Loyalität ist schwarz oder weiß – niemals grau

„Wir müssen uns endlich wieder
an die einstigen, längst vergessenen Werte
der Menschheit erinnern – Werte wie Brüderlichkeit,
Gleichheit, Güte, Nächstenliebe, Barmherzigkeit,
Loyalität, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.“

Horst Bulla

Mit der Loyalität ist es wie mit einer Schwangerschaft – entweder man ist es oder eben nicht

Man kann nicht nur „ein bisschen“ schwanger sein. Genauso verhält es sich mit der Loyalität.

„Loyalität“ kommt aus dem altfranzösischen „loial“ und ursprünglich aus dem lateinischen Wort „legalis“ = „dem Gesetz entsprechend“.

Es bedeutet einerseits vom Wortstamm her, „regierungstreu“ oder „zur Regierung zu stehen“; andererseits aber auch: „rechtschaffen sein“, „zu jemandem halten“, „sich an Abmachungen halten“ oder „treu sein und sich anständig verhalten“.

Synonyme sind z.B. die folgenden Wörter:

Anstand, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Geradlinigkeit, Integrität, Rechtschaffenheit, Unbestechlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit.

Es gibt die Loyalität gegenüber der Familie, Freunden und Gleichgesinnten aber auch gegenüber dem Arbeitgeber, Partner, Vereinigungen oder dem Land in dem man lebt.

„Loyalität ist der ehrlichste Beweis von Respekt.“

Markus Wingert

Loyalität beginnt bei jedem einzelnen

Bevor wir anderen gegenüber unsere Loyalität beweisen können, müssen wir zuallererst uns selbst gegenüber loyal verhalten. Das bedeutet, dass man sich in erster Linie über sein eigenes Wertesystem, seine eigenen Ziele und Vorhaben Klarheit hat.

Kurz: es muss klar sein, was man will und was man nicht will und was für einen richtig oder falsch ist.

Wer zu sich, seinen Werten, Zielen und seiner Persönlichkeit steht, kann ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.
Und wer uneingeschränkt zu sich selbst steht, kann auch anderen gegenüber Loyalität, Treue und Vertrauenswürdigkeit beweisen.

„Achte dich selbst, wenn du willst,
dass andere dich achten sollen!“

Adolph Knigge

Loyalität 2

Loyalität unter Freunden – der Unterschied zu „Bekannten“

Gerade unter Freunden ist Loyalität vielleicht der wichtigste Faktor.

Ein Freund oder eine Freundin sagt offen und ehrlich, was er oder sie wirklich denkt. Ein wahrer Freund zögert auch nicht, konstruktive Kritik zu äußern, wenn sie angebracht ist.

Allerdings wird ein wahrer Freund diese niemals beifallheischend vor anderen äußern, um den anderen nicht zu blamieren – er hält bedingungslos zu einem und hilft, wenn es nötig ist.

Auch, wenn man sich mal im Styling, seiner Wortwahl oder sonstwie vergriffen hat, wird ein wahrer Freund nicht zögern, den anderen mehr oder weniger dezent unter vier Augen darauf hinzuweisen.

Nur Heuchler und Schmeichler machen überflüssige Komplimente – meistens um andere in ihrem Sinne zu manipulieren.

Ein unerschütterliches Vertrauen aufzubauen benötigt eine lange Zeit. Aber es kann innerhalb von Sekunden zerstört werden.

„Sei höflich zu allen,
aber freundschaftlich mit wenigen;
und diese wenigen sollen sich bewähren,
ehe du ihnen Vertrauen schenkst.“

George Washington

Alles hat zwei Seiten – auch die Loyalität

Wer einem anderen Menschen in tiefer Freundschaft verbunden oder sogar treu ergeben ist, hält bedingungslos zu diesem und wird ihn immer gegen vermeintliche Kritiker verteidigen. Vor allem auch hinter seinem Rücken. Im Zweifelsfall würde und wird er auch für ihn lügen.

Solch eine verschworene Gemeinschaft wird manchmal schon im Sandkasten mit einem „großen Indianerehrenwort“ besiegelt.

Wie viele „beste“ Freundinnen oder Freunde den Fehltritt des Ehepartners vor dem anderen verleugnen und möglicherweise Alibis und Gelegenheiten verschaffen, das weiß keiner.

„Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“

Die Loyalität einzelner Berufsgruppen, Branchen und Lobbyisten untereinander und miteinander gegen den Rest der Republik ist auch ein immer bekannter werdendes faules Loyalitäts-Ei.

Problematisch wird es, wenn diese sogenannte Lobby-Loyalität in einen blinden Gehorsam abdriftet. Wenn Dritte absichtlich, mutwillig und rücksichtslos geschädigt werden.

Wenn man dann aus falsch verstandenem Pflichtgefühl auch noch gegen eigene und oder gesellschaftliche ethische und moralische Grundsätze verstößt, wird einem das schlechte Gewissen irgendwann nicht mehr nur den Schlaf rauben.

„Niemand kann zwei Herren dienen.“

Sprichwort

Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu

Man sollte meinen, dass jeder genau das bereit ist zu geben, was er von anderen einfordert und erwartet. Pustekuchen. Die Anzahl derer, die meinen sie hätten mehr Rechte als andere, scheint immer noch zuzunehmen.

Da muss man nicht mal auf die vermeintlich Wichtigen, Reichen und Schönen schauen.

Wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, wird öfters auf Menschen stoßen, die der Meinung sind, mehr Rechte als andere zu haben.

„Das Wesen der Unmoral
ist die Neigung des Menschen,
für die eigene Person
Ausnahmen zu machen.“

Jane Laura Addams

Sei mutig und steh zu Dir und Deinen Werten

…und kick die Betrüger, Heuchler und Lügner in hohem Bogen aus Deinem Leben raus!

Nach empirischen Studien sind wir der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen wir uns am häufigsten umgeben. Höchste Zeit dafür zu sorgen, dass wir es absolut, konsequent und nur noch gut mit uns selber meinen!

Hier der ganze Text zum Thema: Du bist der Durchschnitt…

„Die Schlechten sind immer undankbar.“

Miguel Cervantes

Loyalität - undankbare schlechte

Quellen und weiterführende Links:

Wie loyal sind Sie? Freundin.de

Duden

Wiktionary

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