Jeder ist seines Glückes Schmied

Glück ist individuell

„Glücklich bist du,
wenn deine Gedanken,
Reden und Taten
im Einklang sind.“
Mahatma Gandhi

Für jeden ist Glück etwas anderes. Für den einen ist es ein knuspriges Schnitzel mit Pommes, für den anderen ein Date mit Alice. Der Nächste ist überglücklich, weil er mal eine Stunde seine Ruhe hat, der Andere, weil er endlich ein Dach über dem Kopf hat.

Glück ist eine absolut individuelle Empfindung. Es gibt für Glück weder ein Patentrezept noch eine messbare Skala.

Jeder hat seine individuelle Sichtweise, was Glück ist – und jeder hat seinen eigenen Schlüssel zum Glück.

Jeder ist seines Glückes Schmied – aber nicht jeder Schmied hat Glück

Der Markt für Selbsthilfe und ein glückliches Leben boomt. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Nachdem u.a. im Jahre 2006 das Buch „The Secret“ und der gleichnamige Film einen Siegeszug um die Welt angetreten haben, tauchen täglich neue Berater, Coaches und Trainer, Bücher, Seminare und Webinare für ein erfülltes, glückliches und selbstbestimmtes Leben, sprichwörtlich – wie die Pilze aus dem Boden.

Die Branche macht steigende Umsätze. Laut Umfragen war schon jeder 2. Manager in Deutschland beim Coaching. Doch hat man den Eindruck, dass trotz steigender Umsätze der Branche, die Anzahl der tatsächlich erfolgreichen und glücklichen Menschen nicht wirklich nachhaltig zunimmt. Man hat eher den Eindruck, die Zahl der Burnouts nimmt stetig zu. Die Gründe dafür sind vielfältig.

„Die Leute beklagen, dass Motivation nicht anhalte.
Nun, so ist es auch beim Baden.
Daher ist beides täglich angeraten.“
Zig Ziglar

Glückes Schmied 2

Der Mensch ist ein un(ter)bewusst gesteuertes Gewohnheitstier

Während man ein Motivations-Buch liest, ist man positiv gestimmt, motiviert und fühlt sich erfolgreich. Sobald man das Buch zu Ende gelesen hat, ebbt dieser Motivationsschub rapide ab: man gelangt wieder in sein alltägliches altes Fahrwasser.

Hat man ein Seminar oder Wochenendworkshop absolviert, hält der beglückende Energie- und Motivationsschub leider auch nicht sehr lange an. Nach allerspätestens 14 Tagen ist wieder alles beim alten. Der Mensch ist und bleibt eben ein Gewohnheitstier.

Das liegt daran, dass wir hauptsächlich, zu 95%, un(ter)bewusst agieren: Wir machen die Dinge eben so, wie wir sie immer schon gemacht haben und denken die meiste Zeit auch nicht darüber nach.

Wer etwas in seinem Leben ändern will, muss sich das jeden Tag aufs Neue bewusst machen und aktiv umsetzen.

Glückes Schmied 3

Disziplin ist ein Schlüssel zum Glück

Neue Gewohnheiten können sich erst festsetzen, wenn man sie stur und regelmäßig 21 Tage am Stück durchgezogen hat. Erst nach 21 Tagen hat das menschliche System eine ausbaubare Grundlage dazu gebildet, die längerfristig beibehalten werden kann. Weil das Gehirn für die Etablierung und den Ausbau einer neu gebildeten Synapse diese Zeitspanne benötigt.

Um aber eine bleibende Gewohnheit daraus zu bilden, muss man diese mindestens 60 bis 200 Tage lang diszipliniert anwenden und umsetzen!

Mehr zum Thema und warum das so lange dauert mit der erfolgreichen Veränderung im Artikel: 21 Tage sind nicht genug

Danken statt Denken

„Wer glücklich ist, fühlt – wer unglücklich ist, denkt.“
Joachim Fernau

Wer frisch inspiriert, motiviert und begeistert auf sein gewohntes Umfeld trifft, wird schnell wieder runter kommen. Sobald der erste Mitmensch ihn darauf hinweist, wie das reale Leben im Augenblick noch aussieht und dass Veränderungen eh‘ niemals möglich sind, machen sich die ersten Zweifel breit. Das gute Gefühl ist umgehend dahin.
Sich dann wieder aufzubauen kann, je nach Gefühlszustand, eine ordentliche bis unüberwindliche Hürde sein.

Oft hilft es sich bewusst zu machen, was man alles schon erreicht und hinter sich gelassen hat. Dankbarkeit für das Leben, das man führt, und die Menschen die einen begleiten. Dankbarkeit für das Dach über dem Kopf das man hat, die warme Decke, die man sich über den Kopf ziehen kann und viele andere Dinge, die 85% der Weltbevölkerung leider immer noch nicht haben.