Bilanz ziehen macht hin und wieder Sinn – denn Zeit ist Leben

Bilanz ziehen kann eine erfolgsversprechende Maßnahme für eine Standortbestimmung und eine solide Zukunftsplanung sein.

Ein Unternehmen belegt u.a. seinen wirtschaftlichen Erfolg damit. Man kann ermitteln und erkennen, welche Bereiche problematisch sind und wo Korrekturen anstehen. Bestimmte Kennzahlen zeigen auf, worauf zukünftig verzichtet werden muss, kann oder sollte.

Allerdings besteht immer auch die Gefahr der Manipulation und Täuschung zur Verschleierung von Gewinnen, Schwachstellen oder Problemen.

Bilanz: … Im Grundsatz der Abschluß des Rechnungswesens einer Unternehmung für einen bestimmten Zeitpunkt. … in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Das Vermögen (Aktiva) zeigt die konkrete Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel, das Kapital (Passiva) die Ansprüche der Gläubiger (Fremdkapital) und der Unternehmer (Eigenkapital) …„*

„Is‘ denn scho‘ wieder Weihnachten?“

Zum Ende des Jahres hin bietet es sich an, auch im privaten Bereich einmal Bilanz zu ziehen. Dies dient einerseits der Erfolgskontrolle – welche Ziele habe ich bisher erreicht, wo muss ich nachbessern und wo will ich „eigentlich“ hin?
Zusätzlich bietet diese Standortbestimmung vor allem aber auch eine solide Basis für eine realistische und umsetzbare Jahresplanung.

Es lässt sich feststellen, warum dieses und jenes untergegangen ist und wo die Zeiträuber lauern. Wer ehrlich mit sich und seinem Umgang mit seinen Ressourcen wie Zeit, Energie und Einsatz ist, wird schnell wissen, wie es besser laufen kann.

Bilanz ziehen hat vor allem auch etwas mit korrekten Zahlen zu tun

Das Jahr hat 365 Tage und bietet jedem Einzelnen die exakt gleiche Anzahl an Stunden.
Je nachdem, wie lange man pro Tag schläft, berufstätig ist, usw. hat man dementsprechend noch Zeit für sich und anderes übrig.

„Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen.
Aber man sollte auch dafür sorgen,
dass die Dinge so kommen,
wie man sie nehmen möchte.“

Curt Goetz

„Ich habe keine Zeit“

Jedem von uns stehen jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung. Das sind wöchentlich 168 Stunden. Im gesamten Jahr sind es 8.760 Stunden die jeder zur Verfügung hat um das Beste aus seinem Leben zu machen.

Einen Teil der Zeit verschlafen wir gezwungenermaßen. Und je nach persönlicher Lebenssituation hat man eben auch Verpflichtungen, denen regelmäßig nachgekommen werden muss. Familiärer, beruflicher, gesundheitlicher und sonstiger Art.

Aber jeder hat auch ein gewisses Kontingent an Zeit, dass er mehr oder weniger verplempert. Dieses gilt es zu erkennen und in sinnvollere Beschäftigungen, Ruhepausen oder Tätigkeiten umzusetzen.

Was im persönlichen Leben ist stimmig und was nicht mehr? Welche Dinge sind in Ordnung, wo herrscht noch Unordnung und was ist überhaupt nicht mehr in Ordnung?

„Uns selbst anzulügen
ist tiefer in uns drin
als andere anzulügen.“

Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Zeit ist Leben

Indem man beginnt, sich täglich bewusst zu beobachten und abends zu notieren, was man den Tag über alles erledigt, getan und sein gelassen hat, bekommt man einen ersten Überblick:
Auf was man aus Zeitgründen verzichtet hat, was man bewusst vor sich her geschoben hat und was man „eigentlich“ machen wollte.
Was einem unvorhergesehen „dazwischen kam“, was ins Wasser gefallen ist und vor allem auch warum.

Handschriftliche Notizen sind wie immer die Besten!

Wem auffällt, dass er wöchentlich viele Stunden in sozialen Netzwerken und beim Surfen verbringt oder allabendlich beim Vorabendprogramm einsteigt und erst nach den Tagesthemen wieder ausschaltet, der könnte durch eine Medien-Reduzierung viel Zeit sparen.

Wer ehrlich mit sich und seinem Umgang mit seiner Zeit ist, kann schnell feststellen, wie er die Dinge, die ihm wirklich am Herzen liegen, in seinem Leben umsetzen kann.

Du bist der Gesellschafter, Geschäftsführer und Unternehmer in Deinem Leben, der die volle Verantwortung für jede einzelne Minute Deines Lebens hat. Mach das Beste aus dem, was Dir zur Verfügung steht und handle so, dass Du Deine Ziele auch erreichen kannst.

“ In jeder privaten Bilanz
zählt letztlich nur
der Konto-Auszug
des Herzens.“

Karl-Heinz Karius

* Quelle: Gablers Wirtschaftslexikon, S. 526

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